Rantanplans „Licht und Schatten“

Heute soll es hier um eine Band gehen, deren Curriculum Vitae sich eher wie der Transferbericht des FC Parma im Sommer 2003 liest. Für alle Nichtfußballbegeisterten: Es gibt einen regen Wechsel an Bandmitgliedern in der 1995 gegründeten Ska-Punk-Formation Rantanplan, die im Übrigen ihren Namen wirklich vom Hund des Comic-Cowboys Lucky Luke ableitet und damit auf…

The Fretless – ein Zauber ohne Bünde

Über Folkmusik wird immer wieder gesagt: „Entweder man liebt sie, oder man hasst sie“. Wie dem auch sei, ich zähle mich auf jeden Fall zu den Liebhabern guter Folkmusik und so bin ich immer wieder dankbar, neue, tolle Bands aus dem Genre zu finden.Daher freu ich mich diebisch, dass die Musik des kanadischen Quartetts „The…

Postkarte aus… Esch an der Alzette

Liebe Trift, nach zwei Reisetagen durch Sturm und Schnee in meinem Lieblings-VW-Bus endlich in Luxemburg angekommen, bin ich von zwei freundlichen Predators begrüßt worden. Und im Schatten der Hochöfen, die Wahrzeichen von Belval, dem Stadtteil in dem ich residiere, hab ich nun mein Lager bezogen. Ganz liebe Grüße an die Heimat aus dem schönen Esch.…

Wieso eigentlich Silvester?

Der Jahreswechsel ist vollzogen und die Blessuren der Silvester-Party hoffentlich schon verheilt. Doch wie kommt es eigentlich, dass unser Jahreswechsel den Namen eines schwarzweißen Comic-Katers des Looney-Toon-Ensembles trägt? Um das zu klären, müssen wir wohl einen kleinen Exkurs in das ausgehende 16. Jahrhundert unternehmen und uns zu Gemüte führen, wie damals die Menschen ihr Jahr…

Kairos – ein Gott zum Haare Reißen

Das Leben ist voller Möglichkeiten, die man nur ergreifen muss. Situationen in denen es also sprichwörtlich darum geht, die Gelegenheit am Schopf zu packen. Dieses sprachliche Bild verdanken wir den alten Griechen, genauer gesagt, ihrer Vorstellung des Gottes der guten Gelegenheit. Dieser nichtolympische Gott hört auf den Namen Kairos und wird als nackter Jüngling beschrieben,…

Hideout #5

Wenn man am ersten Weihnachtsfeiertag so durch den Wald streift, kann man mit etwas Glück ein Versteck eines Waldbewohners finden. Wer sich hier ein Plätzchen eingerichtet hat, kann leider nicht gesagt werden, da der Bewohner sich nicht blicken ließ. Zu vermuten wäre aber ein Fuchs, oder evtl. sogar ein Dachs. Wer auch immer hier wohnt,…

Im Zenit des Steinbocks

Heute erleben wir auf der nördlichen Hemisphäre die längste Nacht und demnach auch den kürzesten Tag des Jahres. Für alle Menschen südlich des Äquators gilt das genau Entgegengesetzte. Dort darf man sich über den längsten Tag und die kürzeste Nacht freuen. Der Grund dafür ist, dass die Sonne auf ihrer jährlichen Bahn, heute um 11:44…

Konfetti und Yeah

Letzte Woche Urban Brass und gestern, nur eine Woche später, nun auch noch Electroclash. Es scheint, als habe Graz beschlossen, es in der stillsten Zeit im Jahr mal anständig krachen zu lassen.So durfte gestern im PPC zu fetten Beats, treibenden Plastiksynthies und Texten, die zwischen Rebellion, Selbstironie und Wollust nur so hin und her springen,…

Eine gute Wahl

Wie jedes Jahr ist der Dezember zum Glück nicht nur von Furchtbarkeiten wie Stromkostenabrechnungen, Weihnachtswahnsinn und Lichtmangel geprägt. Es gibt auch einige schöne Momente. Einer davon ist für mich die Bekanntgabe des Wortes des Jahres.Einerseits liebe ich die Sinnlosigkeit dieses Events, und andererseits finde ich, dass einem Wettkampf der Wörter die schöne, romantische Vorstellung anhaftet,…

Das Urban Brass Monster aus München

Wenn sich zwei Drittel der Münchner HipHop-Crew Creme Fresh mit einem Jazzsaxophonisten treffen, um Musik zu machen, dann kann man sich schon etwas erwarten. Was diese Symbiose, die sich 2009 vollzog, allerdings seither hervorbrachte, ist schier und ergreifend absolut super Spitze. Eine zehnköpfige Marchingband, unterstützt durch einen der besten Freestyle-Rapper Münchens, MC Keno, präsentieren absolut…

Zwei Dänen, ein Wohnwagen und ein ganz besonderer Fisch

  Im Laufe der letzten Woche ist in meiner Sozialen-Netzwerk-Blase wieder mal ein Video viral gegangen. Darin zu sehen: Zwei Dänen, die in einem Wohnwagen versuchen eine Dose Surströmming, eine nordschwedische Fischspezialität, zu öffnen. Soweit so unspannend möchte man meinen, doch Surströmming lässt sich nicht umsonst mit „saurer Hering“ übersetzten. Genauer verbirgt sich hinter dieser…

Alles Bieber, oder was?

Wie schon in meinem letzten Diary berichtet, hatte ich das Vergnügen, vor kurzem einige Tage in unserer Bundeshauptstadt verweilen zu dürfen. Und dort, genauer gesagt auf der Donauinsel, auf diesem kleinen kulturlandschaftlich überprägtem Flecken Natur in Mitten einer Millionenstadt, hab ich zum ersten Mal in meinem Leben Spuren des größten Nagetiers Europas zu Gesicht bekommen.Irgendwie…

(Vor-)Weihnachtsgrüße vom Lokus

Einem Streifzug durch die Lokallandschaft unsere Bundeshauptstadt, brachte mich gestern Abend in einen Keller, der dem, wie ich mir eine mittelalterliche Taverne die in die jetzt Zeit transferiert wurde vorstelle, so nahe kam, wie es nur irgend möglich ist. Riesige, lange Tische, an denen man sich zwangsläufig dorthin setzen muss wo es Platz gibt. Nicht…

Des Bischofs alte Scheiße

Dass man mit der Scheiße, die man auf dieser Welt hinterlässt, posthum Berühmtheit erlangt, ist wohl der Traum vieler. Einem Geistlichen aus Dänemark dürfte das nun wörtlich gelungen sein. Einem Stück Kot, das 1937 beim Abriss des Bischofspalastes in Aalborg, Dänemark als unidentifizierter Dreck in einer Flasche mit in das Moesgård Museum gekommen war, konnte…