Besser tief als seicht

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Don Walsh und Jacques Piccard in der Trieste (Wikimedia Commons)

Neben der unglaublichen 12.262 Meter tiefen Kola-Bohrung, die das tiefste künstliche Loch der Welt darstellt, erreicht das Challengertief im Marianengraben eine solide Tiefe von circa 10.994 Metern (± 40 m). Interessantes Detail am Rande: Der Marianengraben ist benannt nach Maria Anna von Österreich († 16. Mai 1696 in Madrid) aus dem Geschlecht der Habsburger, Königin und Regentin von Spanien.

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Der Marianengraben im Pazifik (Wikimedia Commons)

Jacques Piccard und Don Walsh waren die ersten Menschen die am 23. Januar 1960 im Tauchboot Trieste bis auf den Grund abtauchten. Nach einem Abtauchvorgang von 4 Stunden und 47 Minuten, einem 20-minütigem Aufenthalt knapp über dem Meeresboden und einem 3 Stunden und 15-minütigem Auftauchmanöver neigte sich ein wunderschöner Badetag dem Ende zu. Die beiden Forscher behielten die Nerven – obwohl „bereits“ bei 9.000 Metern ein Plexiglasfenster gesprungen ist – und konnten unversehrt aus ihrem Tauchboot steigen.

Spätere unbemannte Expeditionen haben in dieser Tiefe, in der ein Druck von über 1.000 bar herrscht, vereinzelt Tiere gesichtet. Die Videokamera der Kaiko etwa, hat eine Garnele, einen Vielborster und eine Seegurke festgehalten. Auch ein Ringelwurm soll schon einmal gesichtet worden sein.

Der dritte und letzte Mensch, der sich in dieser Tiefe zu Garnelen und Gurken gesellte, war James Cameron, der am 26. März 2012 mit der Deepsea Challenger den Grund erreichte.

3 thoughts on “Besser tief als seicht

  1. Solche Tiefseegräben entstehen an konvergenten Plattengrenzen, in diesem Fall drückt die Pazifische Platte gegen die Philipinische Platte, wobei die Pazifische in den Erdmantel geschoben wird. Im Erdmantel beginnt die Platte zu schmelzen und das Magma sucht seinen weg an die Oberfläche und sorgt für Vulkanausbrüche. Auf diesem weg sind auch die Marianneninseln entstanden.

      • Nicht unbedingt, nur wenn die Vulkanische Aktivität hoch genug ist das sich die austretende Magma (Basalt) bis über den Meeresspiegel anhäuft. Man kann eher sagen, das was an den Divergierenden Plattengrenzen (in diesem Fall der Ostpazifische Rücken) entsteht wird an Konvergenten Plattengrenzen wieder zerstört. Ein großteil der Platte die schmilzt verbleibt vermutlich im Erdmantel.

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