Boreout

Dieser Beitrag wird uns von Mario Baumann präsentiert.
"Emma treiben" als Boreout-Anzeiger

“Emma treiben” als Boreout-Anzeiger

Was ist Boreout? Die meisten kennen diese Krankheit nicht. Sie ist eigentlich das Kontrast-Phänomen zu Burnout, und wird laut Wikipedia als Gegenteil des Burnout-Syndroms charakterisiert. Boreout hat die gleichen Symptome wie Burnout, nur dass es die Folge von Unterforderung anstatt Überforderung ist.  Symptome bei beiden Syndromen sind beispielsweise: Frustration, Gereiztheit, Lustlosigkeit und Müdigkeit, bis hin zur Depression.

In der Arbeitswelt sollte man sich zwischen diesen beiden Syndromen bewegen – den sogenannten Flow haben. Das Verhältnis zwischen Burnout und Boreout kann man mit Yin und Yang vergleichen. Sie sind zwar gegensätzlich, beeinflussen sich aber gegenseitig.

Zum Beispiel: Betrachten wir ein Unternehmen. Dort gibt es einige Mitarbeiter, die etwas mehr Arbeiten und damit anderen die Arbeit wegnehmen. Die Anderen gewöhnen sich an die nicht so stressige Situation und beschäftigen sich mit anderen, privaten Tätigkeiten, sehen dabei aber immer beschäftigt aus, damit sie nicht mit mehr Arbeit konfrontiert  werden, also erfolgreich versuchen immer mehr Arbeit abzuweisen. Die Mitarbeiter, die immer schon etwas mehr gearbeitet haben, müssen dadurch wiederum mehr Arbeiten und werden immer mehr gestresster → Burnout. Die Arbeiter, die sozusagen “auf der Faulen Haut” liegen, langweilen sich und sind unterfordert → Boreout. So entsteht ein sich selbst am Leben erhaltender Kreislauf aus Stress durch Unter- und Überforderung.

Quellen

  • “Diagnose Boreout. Warum Unterforderung im Job krank macht” von P. Rothlin & P.R. Werder

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