Can I interest you in some defenestration?

The Screaming Skull (via Wikimedia Commons)

The Screaming Skull (via Wikimedia Commons)

Als Defenestration bezeichnet man das Hinauswerfen eines Gegenstandes, vorzüglich aber einer Person, aus dem Fenster. Natürlich kann man auch eine Selbstdefenestration vornehmen, wie in Actionfilmen aus den 90er Jahren gerne zelebriert wird. Die Defenestration muss also nicht den Tod zur Folge haben. Die körperlichen Folgen hängen von der Höhe des Fensters ab, sowie davon, ob es vor der Defenestration offen oder geschlossen war.

Das Hinauswerfen von Menschen aus dem Fenster hat eine lange Tradition. Vor allem ab dem zweiten Prager Fenstersturz 1618 setzte sich der eigenständige Begriff durch.

Die Liste der überlieferten Defenestrationen ist lang. Angefangen im Alten Testament mit der Überlieferung von Isebel, die von ihren eigenen Dienern in Jezrael defenestriert wurde, bis hin zur Malaysischen Anti-Korruptions Kommission, die 2009 den Zeugen Teoh Beng Hock aus dem Fenster geworfen haben soll. (Der Fall ist immer noch in Untersuchung)

In Literatur, Film und Fernsehen ist die Defenstration ebenfalls besonders beliebt. Eines der schönsten Filmzitate zu diesem Begriff dürfte aus dem amerikanischen Horrorstreifen The Screaming Skull (1958) stammen. Während der Ehemann der Hauptdarstellerin sie zu einem Fenster führt, scherzt er:  “Can I interest you in some defenestration?”

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