Das Gegen-Geschäft

Um die Artikelreihe, wie man am besten sein „Geschäft“ verrichtet, zu vervollständigen, kommen wir nun zum letzten Thema. Es geht um das Kotzen, Speien, Erbrechen, Übergeben, das “es sich nochmals durch den Kopf gehen lassen”, “wieder von sich geben”, Kübeln, Reihern, Koddern, Kalbern, Vomieren, “sich was aus dem Gesicht fallen lassen”, bei Seekrankheit auch “Neptun opfern” oder “die Fische füttern” genannt. Weitere Synonyme siehe [1].

Speien ist, mechanistisch betrachtet, das Gegenteil von Essen, also rückwärts Essen oder eleganter ausgedrückt: Die Umkehrung der normale Weiterbeförderung des zermahlten Essens.

Speiende Statue begrast

Vor der eigentlichen Entleerung des Mageninhaltes verspürt man oft Übelkeit. Sobald diese einsetzt, sollte man sich in eine sitzende Position begeben und vor sich einen Kübel oder ähnliches platzieren. Oder man setzt sich vor die Kloschlüssel. Kann man sich nicht mehr von einer liegenden Position wegbewegen, hilft die stabile Seitenlage vorzüglich (gilt auch bei Bewusstlosen). Also grundsätzlich ist jede Position recht, welche das Erbrochene nicht in die Atemwege fließen lässt (zwecks Aspiration). Eventuell schlechtsitzende Zahnprothesen sind vorher noch zu entfernen.

Auch nach dem Erbrechen sind einige Dinge zu beachten. Maßnahmen nach dem Brechanfall:

  • Für Frischluft sorgen
  • Mund ausspülen lassen
  • ggf. Antiemetikum verabreichen
  • auf Flüssigkeitshaushalt achten

Und btw.: Die krankhafte Angst vor dem Erbrechen nennt man Emetophobie.

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Quellen

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