Der gleisdorfer Beitrag zur Weltausstellung

eine Kiste "Kronpinzer"

eine Kiste “Kronpinzer”

Der Rauchfangkehrermeister und Hobby-Apfelzüchter  Johann Klöckner fand Mitte des 19. Jahrhunderts in seinem Obstgarten eine bis dato unbekannte Apfelsorte. Er kultivierte sie weiter und stellte ein Gesuch an den kaiserlichen Hof, seine Züchtung auf der 1873 in Wien stattfindenden Weltausstellung präsentieren zu dürfen. Weiters bat er um Erlaubnis, der Sorte den Namen des 15-jährigen Prinzen zu geben. Der damals amtierende Kaiser Franz Josef und seine Gattin Elisabeth, also Sissi und Franz, gaben den Bitten statt. Und so wurde der „Kronprinz Rudolf“ auf der Weltausstellung präsentiert. Die Besucher waren begeistert ob der schönen Farbe und des guten Geschmacks.

Und so begann der Siegeszug des Kronprinzers, wie er im Volksmund auch genannt wird. Eines Apfels, der in keinem steirischen Obstgarten fehlen sollte.

Besonders daran: Der Apfel wächst aufgrund seiner besonderen Standortbedingungen nur in der Steiermark und kleinen Teilen Niederösterreichs. Versuche im ausgehenden 19. Jahrhundert, den Anbau der Sorte österreichweit zu etablieren, scheiterten am ausbleibenden Ernteertrag. Und so ist der „Kronprinz Rudolf“ eine der wenigen lokal begrenzten Apfelsorten und die älteste Lokalapfelsorte der Steiermark.

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