Des Bischofs alte Scheiße

Des Bischofs Haufen (via thehistoryblog.com)

Des Bischofs Haufen (via thehistoryblog.com)

Dass man mit der Scheiße, die man auf dieser Welt hinterlässt, posthum Berühmtheit erlangt, ist wohl der Traum vieler. Einem Geistlichen aus Dänemark dürfte das nun wörtlich gelungen sein.

Einem Stück Kot, das 1937 beim Abriss des Bischofspalastes in Aalborg, Dänemark als unidentifizierter Dreck in einer Flasche mit in das Moesgård Museum gekommen war, konnte nun seinem Ausscheider zugeordnet werden. Jens Bicherod, so sein Name, war Bischof im Aalborg des 17. Jahrhunderts.

Seine Exkremente liefern nun einige aufschlussreiche Fakten über die Essgewohnheiten der barocken Oberschicht Dänemarks. Denn neben einigen Kirschstücken und einer Erdnuss, welche mit freiem Auge erkennbar sind, zeigten eingehende Untersuchungen, dass auch exotische Früchte wie Trauben und Feigen, sowie weithergebrachte Gewürze wie Pfeffer aus Indien in den Mägen der Reichen landeten.

Und die Moral von der Geschichte? Das weiß ich selber nicht so genau, aber am wahrscheinlichsten scheint mir: Das man einfach tun sollte, was man tun muss, da selbst in eine Flasche zu scheißen zu etwas Ruhm nach dem eigenen Ableben führen kann.

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