Die Enzyklopädie einer Anderswelt

Seite aus dem Codex Seraphinianus (via wired.com)

Seite aus dem Codex Seraphinianus (via wired.com)

Ein Buch aus einer anderen Welt. Mit Bildern von Objekten die vertraut wirken doch spätestens auf den zweiten Blick ein absolut absurdes Geschehen preisgeben. In einer Schrift geschrieben, die keiner lesen kann, und in einer Sprache verfasst, die niemand spricht. So präsentiert sich der Codex Seraphinianus des italienischen Künstlers, Architekten und Industriedesigners Luigi Serafin. Das ca. 360 Seiten umfassende Buch entstand zwischen 1976 und 1978 und wurde 1981 erstmals verlegt.

Soweit sich das aus den Abbildungen schließen lässt, ist das Buch in elf Kapitel gegliedert. Diese behandeln von Flora und Fauna, über Physik, die Schrift, die Sprache, Geschichte und Technik bis zur Architektur alles, was es über diese erdachte Fantasiewelt zu wissen gibt.

Rund um große Abbildungen finden sich fremdartige, unentschlüsselbare Schriftzeichen, die, wie Serafin in einem Interview meinte, im Leser dieselben Empfindungen wecken sollen, die Kinder, die noch nicht lesen können, beim Betrachten von Büchern haben.

Wer einen solchen Kodex erstehen möchte, muss schon etwas in die Tasche greifen. Wenn auch die neueste Ausgabe bei Amazon um rund 70€ zu haben ist, kann man für die Originalausgabe von 1981 gut und gerne mal 5000€ locker machen.

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