Dr. Karotte und die Luftschlacht um England

(via smithsonianmag.com)

Karotten-Propaganda (via smithsonianmag.com)

Während des Blitzkrieg 1940 hat die deutsche Luftwaffe ihre Angriffe oftmals im Schutz der Dunkelheit geflogen. Um es den deutschen Piloten möglichst schwer zu machen ihre Ziele zu treffen, hat die britische Regierung Blackouts organisiert. Also die komplette Verdunkelung von Städten.

Bei diesen nächtlichen Angriffen wurden die deutschen Flugzeuge oft abgeschossen, denn was die Luftwaffe nicht wußte war, dass die Royal Air Force inzwischen eine Technologie namens Airborne Interception Radar einsetzte. Mit diesen auf Flugzeugen installierten Radargeräten war es ihnen möglich deutsch Flugzeuge zu lokalisieren, bevor sie den Ärmelkanal erreichten.

Um die neue Technologie geheim zu halten, teilte das britische Informationsministerium den Medienvertretern mit, ihre nächtlichen Abschüsse seien auf den extrem hohen Karottenkonsum ihrer Piloten zurück zuführen.

Angeblich sei das in Karotten vorkommende Vitamin A ausschlaggebend für eine gute Nachtsicht. Es kursieren einige Geschichten, die behaupten, die Luftwaffe hätte daraufhin begonnen ihren Piloten erhöhte Mengen an Karotten zu verabreichen.

Bestätigt hingegen ist, dass die britische Bevölkerung daran glaubte Karotten zu essen würde ihnen helfen, während der Blackouts besser zu sehen. Überall tauchten Werbungen wie „Carrots keep you healthy and help you see in the blackout“ auf.

Wenn schon nicht für die Nachtsicht, dann ist der Carotingehalt, das Vitamin C, Kalium und Eisen in Karotten immerhin gut für die Blut- und Zahnbildung sowie für die natürliche Widerstandskraft gegen Krankheiten. Ob man damit Kriege gewinnen kann, bleibt umstritten.

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