Gehirnwäsche

Die Kanäle (hellblau) spülen den Abfall aus dem Gehirn © Maiken Nedergaard/JEFF ILIFF

Die Kanäle (hellblau) spülen den Abfall aus dem Gehirn © Maiken Nedergaard/JEFF ILIFF

Warum wir ein Drittel unserer Lebenszeit dem Schlaf widmen ist noch immer nicht ganz geklärt. Immerhin findet die Forschung jedes Jahr neue Erkenntnisse wofür der Schlaf dienlich ist.

Eine der letzten und für mich beeindruckendsten Erkenntisse ist, dass sich das Gehirn im Schlaf selbst reinigt. Maiken Nedergaard und ihre Kollegen von der University of Rochester in New York lieferten, was sie den „ersten direkten experimentellen Beweis auf einem molekularen Level“ nennen, dafür dass sich das Gehirn im Schlaf von toxischen metabolischen Beiprodukten reinigt.

Dies funktioniert über ein Netzwerk mikroskopisch kleiner Kanäle welche die Giftstoffe aus dem Gehirn leiten. Die Funktionsweise ähnelt dem Lymphatischen System. Nur dass keine Lymphflüssigkeit sondern belastete Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit abgeleitet wird.

Mit jeder neuen Studie kommen wir mehr dahinter wie wichtig es ist ausreichend Schlaf zu bekommen. Wer sich das zu Herzen nimmt und heute ordentlich ausgeschlafen hat, muss übrigens nicht auf das Frühstücksradioprogramm verzichten. Mit dem Global Breakfast Radio kann man den Radiosender aus jenem Teil der Erde empfangen, in dem gerade die Sonne aufgeht. Während ich das hier schreibe, dudelt gerade ein abscheulicher Weihnachtsmix von KRUA 88.1 FM aus Anchorage, Alaska aus den Lautsprechern…

Weiterführende Links:

2 thoughts on “Gehirnwäsche

  1. Nicht zu vergessen, dass wir im Schlaf Hitpoints regenerieren und Zaubersprüche memorisieren.
    Das ist aber wirklich eine tolle Erkenntnis. Um leicht abgewandelt das Lustige Taschenbuch zu zitieren: Jetzt können wir unsere Faulenzerei endlich als Wellness tarnen!

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