Geprägte Enten

Enten bekommen oft nicht den Respekt den sie verdienen. Im Volksmund gelten sie als eher einfache Tiere die nicht besonders intelligent sind und sich gerne von Jägern oder von Füchsen reissen lassen.

Dabei haben sie eine Reihe interessanter biologischer Features wie den Sozialen Halbseitenschlaf, drei Augenlider oder eine Form des Lernens, die in der Verhaltensbiologie Prägung genannt wird. Dabei werden Reize der Umwelt während eines meist kurzen, genetisch festgelegten Zeitabschnitts derart dauerhaft ins Verhaltensrepertoir aufgenommen, dass sie später wie angeboren erscheinen.

via littlethings.com

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Enten sind zwar bei weitem nicht die einzigen Tiere bei denen das Verhalten der Prägung beobachtet wurde, in ihrem Fall kann eine „misslungene“ Prägung jedoch bedeuten, dass frisch geschlüpfte Enten noch bevor sie ihre Entenmutter sehen, zu einem anderen Lebewesen Kontakt haben und daraufhin denken, sie würden dieser Gattung angehören.

Dabei spielt es keine Rolle ob die Enten zuerst einen Menschen, eine Kuh oder einen Hund erblicken, sie halten dieses Tier für ihren Erziehungsberechtigten und denken selbst etwa ein Hund zu sein.

Übrigens gelten Enten als unzuverlässige Brüter, weshalb man deren Gelege am besten einer Henne unterschiebt, um es nicht zu verlieren. Diese Technik dürfte fast so alt sein wie die Tierzucht selbst.

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