Im Hangover-Himmel

Dieser Beitrag wird uns von Markus Sammer präsentiert.

Doogie Howser, Dr. House, Trapper John – alle schön und gut, aber mein wahrer Held unter den „Göttern in Weiß“ ist ab sofort Dr. Jason Burke, aka „Dr. Hangover“, der sich darauf spezialisiert hat, „übernächtige“ Patienten wieder fit zu machen.

via hangoverheaven.com

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Bereits vor einiger Zeit wurde in Trift über ein per Crowdfunding finanziertes neues Getränk aus Österreich berichtet, das aufgrund seiner katervertreibenden Wirkung endlich Saufen ohne Reue möglich machen sollte. Nach forschem Selbstversuch kann ich mittlerweile berichten, dass sich nach dem Genuss eines solchen Fläschchens tatsächlich eine gewisse belebende Wirkung einstellt. Der erhoffte Instant-Katerkiller war’s jedoch zumindest in meinem Fall nicht.

Was also tun, wenn man wirklich mal gehörig einen über den Durst getrunken hat, und am nächsten Tag auf die Schnelle wieder fit sein muss? In Las Vegas ist das kein Problem mehr: Da kann man seit 2012 aus Kneipe oder Casino direkt in den „Hangover Heaven“ wackeln und sich von einem ausgebildeten Mediziner an den Tropf hängen lassen.

Nach dem Termin bei Dr. „Hangover“ Burke sollte man frisch und fröhlich, mindestens jedoch präsentabel und mit dem nötigen Mindestmaß an kognitiven und perzeptiven Fähigkeiten ausgestattet sein, um den kommenden Tag im Büro oder am Spielautomaten zu überleben.20150814_diary445_hangover1

via hangoverheaven.com

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Stilecht braust der Doktor, dem Trinker vertrauen, mit dem Hangover-Bus durch „Sin City“. Hatte der Hangover-Himmel ursprünglich nur am Wochenende seine Pforten geöffnet, werden Kater mittlerweile täglich ausgetrieben. Der Doktor macht sogar Hausbesuche. Das ist jedoch kein billiger Spaß: Während Sauerstoffbehandlungen bereits ab 45 Dollar und ambulante IV-Erlösung ab 159 Dollar zu haben sind, werden Therapien im eigenen Hotelzimmer erst ab drei Personen durchgeführt und schlagen mit stolzen 299 Dollar pro Person zu Buche.

Das Geschäft des Doktors, der nebenbei auch noch Hangover-Forschung betreibt, scheint florieren. Wen wundert’s? Bleibt nur eine Frage: Warum ist ausgerechnet hierzulande, im Land der Trinker, noch niemand auf diese glorreiche Idee gekommen?

Quellen:

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