Kirkwall Ba’

Kirkwall Ba' (© Flickr-User bm^)

Kirkwall Ba’ (© Flickr-User bm^)

Das auf eine heidnische Tradition zurückgehende Ba’ Game, das jährlich in Kirkwall auf der schottischen Insel Orkney gespielt wird, ist eine der frühsten Formen unseres heutigen Fußballs. Dabei gibt es weder eine Begrenzung des Spielfelds, noch eine begrenzte Spielerzahl. Eigentlich gibt es so gut wie gar keine Regeln. Traditionellerweise spielen Fischer gegen Bauern, beziehungsweise die Bewohner der Südstadt (Uppies) gegen die der Nordstadt (Doonies). Ziel des Spiels ist es den Ball, genannt Ba, ins eigene Tor zu transportieren. Das Doonie-Tor ist das Hafenbecken, das Uppie-Tor eine mehr als eine Meile entfernte Hauswand.

Während das heutige Ba’ bis auf blaue Augen und vielleicht gebrochene Nasen relativ unblutig verläuft, ist in der mythologischen Vergangenheit des Spiels immer wieder von Todesopfern, wie etwa von geköpften Verlierern die Rede. Als gesichert gilt, dass Ba’ ursprünglich ein keltisches Ritual war, das vermutlich mit Steinkugeln gespielt wurde und unter Umständen für einen der Spieler tödlich endete.

Lovren gegen Fred - die umstrittene Szene in der 69. Minute (APA/EPA/Mauricio Duenas via orf.at)

Lovren gegen Fred – die umstrittene Szene in der 69. Minute (APA/EPA/Mauricio Duenas via orf.at)

Unser heutiges Fußball hat sich davon schon sehr weit entfernt, wie man gestern beim WM-Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien sehen konnte. Ein leichter Körperkontakt reichte aus um Fred zu Fall zu bringen und einen Elfmeter zu provozieren. Brasilien schießt alle Tore und gewinnt mit einem Endstand von 3 : 1.

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