Knochenmusik #2

Im Januar haben wir bereits gelesen, wie ein findiger Russe die strenge Zensur der UdSSR austrickste, indem er verbotene Musik auf belichtete Röntgenaufnahmen übertrug, die er aus aus medizinischen Archiven und Krankenhausabfällen entwendete.

Die Geschichte des Jazz auf Knochen finde ich immer noch faszinierend. Deshalb möchte ich den Trift-Lesern auch nicht vorenthalten, dass ich kürzlich auf zwei kurze, sehr gut gemachte Dokumentationen gestoßen bin, die diese Geschichte exzellent nacherzählen:

St Louis Blues (via x-rayaudio.squarespace.com)

St Louis Blues (via x-rayaudio.squarespace.com)

 

Knochenmusik auf Trift:

Der Drang nach neuer Musik war groß in der Sowjetunion in der 1950er Jahre. Schallplatten mit westlicher Populärmusik waren die Objekte der Begierde, jedoch war es äußert schwierig und gefährlich Schallplatten in ein Land zu schmuggeln das einer dermaßen strengen Zensur unterlag wie die UdSSR.

Raubkopien von den Platten die es ins Land geschafft hatten auf Vinyl anzufertigen war auch keine brauchbare Alternative, denn dafür war das Rohmaterial zu teuer. Der findige Ruslan Bogoslowski entwickelte daraufhin eine geniale Lösung die unter anderem bekannt wurde als Джаз на костях auf Deutsch: Jazz auf Knochen…

 

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