Liebesgrüße aus Glasgow

Unerlaubt aber beliebt: Headbutts beim Fussball. (via youtube.com)

Unerlaubt aber beliebt: Headbutts beim Fussball. (via youtube.com)

Wohl jedermensch weiß, was ein Kuss ist. Fast unvermeidlich definiert der Duden den Kuss als Zeichen der Zuneigung. Er ist eine “[sanft] drückende Berührung mit den [leicht gespitzten, leicht geöffneten] Lippen (als Zeichen der Zuneigung oder Verehrung, zur Begrüßung o. Ä.)”. Dass ein Kuss jedoch nicht überall eine nette Geste ist, verrät uns der Blick ins Vereinigte Königreich. Auf der großen Insel versteht man unter “glasgow kiss” einen Headbutt – einen brutalen Kopfstoß ins Gesicht eines Konfliktgegners.

Ein Headbutt birgt in der Regel ein derart großes Verletzungspotential, dass er in den meisten Kampfsportarten strikt verboten ist. Nur in wenigen Kampfdisziplinen, wie Wrestling, Lethwei, Muay Boran oder Eritrean Testa, bei dem der Kopfstoß sogar oberstes Ziel ist, zieht er keine Strafe nach sich.

Den Glasgow Kiss haben die Schotten ihrem Ruf zu verdanken. Die Stadt ist bekannt dafür, dass es in den Strassen und Bars äußerst brutal zugeht. Auch die Mordrate ist um ein Mehrfaches höher als im restlichen Königreich. Doch keine “statistische Wahrheit” führt dazu, dass man ein Klischee gerne auf sich sitzen lässt. Auf den Punkt bringt dies die Definition nach J.Z. Knuckles auf urbandictionary.com:

glasgow kiss
A headbutt. Within Glasgow itself the term ‘Gorbals kiss’ is often used, referring to the most dangerous area of Glasgow. It is hypothesised that within Gorbals it is known as a Crown Street kiss; and on Crown Street it is called a Number 73 kiss; and at Number 73 it is known as Steve’s kiss. Steve, however, calls it whatever the fuck he wants to.

(J.Z. Knuckles, urbandictionary.com)

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