Mit Fabula durch den Wald

Fabula in aktion (via wikimedia.org)

Fabula in aktion (via wikimedia.org)

Sonnige, grüne Hügel, der frische Wind kühlt auf der Haut, ab und an zieht eine Regenwolke vorbei und lässt etwas Niederschlag da. Was wie die aktuelle ZAMG-Prognose der Südsteiermark im Porno-Ton klingt, könnte ebenso gut als Kulisse für einen großartigen Fantasyfilm funktionieren. Denn von weit her hört man die tanzbaren Trommelrhythmen. Und da ist auch schon der sonore Bordunton der Dudelsäcke. Und ab geht die wilde Fahrt, auf die einen die Musik mitnimmt. Und man läuft dahin, durch die Wälder voller Einhörner, Diebe, Faune, und anderer wilder Fabelwesen, bis man ganz plötzlich zum Halten gezwungen wird. Fest stemmt man die Hacken in den Waldboden, bevor das heranrollende … ähm … Auto einen überfährt.

Also OK, ich bin noch immer im Grazer Umland. Aus meinen Kopfhörern dröhnen treibende Dudelsacktunes, und ich hab wieder mal geschafft die Welt um mich in ein Fabeluniversum zu verwandeln. Also eigentlich muss ich gestehen, ist dies eher der Verdienst der fünf Herren, die die mittelalterlichen Klänge in mein Ohr zaubern.

Die Gruppe „Fabula Aetatis“, oder inzwischen auch nur „Fabula“, gehört zum „alten Eisen“ der deutschen Mittelalterszene und hat, in immer wieder wechselnder Besetzung, 2015 ihr 20 jähriges Bestehen gefeiert. Unter der Leitung von Britanus dem Einsiedler, der nach wie vor noch die Sackpfeife bei Fabula bläst, unterhält die Gruppe gute Kontakte zu deutschen Dudelsackgrößen wie Corvus Corax und produzierte drei CDs. 2006 die „Panta Rhei“, zwei Jahre später die „Cult~ur“ und im Jahr 2012 die bis jetzt letzte, mit dem Titel „Der Alte Pfad“

Ob man sich für den Fantasy-Mittelalter-Hokuspokus begeistert oder nicht, ist wie immer Geschmackssache. Wenn einem der Charme der Gaukler, Spielmänner und Troubadoure zusagt, kann man getrost ein Ohr an Fabula verleihen. Auf jeden Fall noch immer besser als es abgeschnitten zu bekommen.

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