Naturheilmittel Krenwurzn

Krenbzw Armoracia rusticana (Quelle: Flora batava by Jan Kops and others, 1822)

Kren bzw. Armoracia rusticana (Quelle: Flora batava by Jan Kops and others, 1822)

Immer wieder erwischt’s jemanden mit Grippe, Fieber, Schnupfen bzw. Verkühlung, und es ist dabei oft nicht leicht zu sagen, woher das Unwohl kommt. Holt man sich Rat bei Ärzten, so verschreiben diese nicht selten die Einnahme von Antibiotika – vorsichtshalber – denn diese sind relativ sicher wirksam, wenn eine bakterielle Infektion vorliegt. Doch man weiß es halt nicht genau.

Vor einigen Jahren habe ich gelesen, dass Knoblauch eine stark antibiotische Wirkung haben soll. Also begann ich, jedes Mal, wenn ich Grippesymptome hatte, am Morgen Knoblauch zu essen. Für mich funktioniert das wirklich gut und ich bin in den letzten Jahren kaum mehr schwer verkühlt gewesen. Außerdem mag ich Knoblauch.

Wieder einige Jahre später stieß ich auf einen wissenschaftlichen Artikel, in dem geschrieben stand, dass Kren und Kapuzinerkresse auch extrem gute Heilmittel gegen Erkältungskrankheiten sein sollen. Die in diesen Pflanzen enthaltenen, sogenannten Senföle wirken anscheinend nicht nur antibakteriell, sondern auch antiviral, helfen also beispielsweise auch bei einer „echten Grippe“. Weiters sind sie bei Infektionen der Atem- und Harnwege wirksam und vitaminreich.

Ich bin immer begeistert, wenn mit naturwissenschaftlichen Mitteln (endlich) die Wirksamkeit alter Hausmittel bewiesen wird. Denn die Krenwurzn wird unsernorts anscheinend schon seit dem Mittelalter als Mittelchen gegen Verdauungsbeschwerden, Skorbut, Wechselfieber und andere Krankheiten verwendet.

Somit wünsch‘ ich guten Appetit beim Knoblauch essen, Krenreiben und Kapuzinerkressesalat marinieren, wenn’s das nächste Mal danach ist!

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