Rausschmeißer – Oder wie man sanft seine Gäste los wird

 

Soda, gestern Abend ist es wieder passiert. Eigentlich immer wieder das Gleiche. Ein Bier führt zum Nächsten und der Abend wird immer herrlicher. Doch dann? Dieses $#!§! Lokal möchte doch tatsächlich zusperren!? Was erlauben die sich jetzt schon um 05:00 [1] den Laden einfach dicht zu machen? Wie wollen die das nur schaffen?

Ich hab a bissl recherchiert… Musik ist meistens eine sanfte Antwort – jedoch schaun wir uns mal die diversen Möglichkeiten an, welche sich Künstler und Barbesitzer ausgedacht haben…

Also es gibt da die traurigen melancholischen Beziehungsbeschreibungen, die jede Stimmung ändern:

Ganz beliebt ist auch der Stilbruch:

Es gibt die mit verdrehter Botschaft:

Nur nach Hause, nur nach Hause, nur nach Hause geh’n wir nicht

Nein Mann, ich will noch nicht geh’n, ich will nochn bisschen tanzen. Komm schon, Alter, ist doch noch nicht so spät. Lass’ uns noch n bisschen tanzen!

Es gibt dann jene mit klassischer Symbolik, die gern als letztes Lied gespielt werden:

Manche subtiler:

Es kommt für alles schon, einmal die Endstation, man ändert heut’ sein G’Spusi, wie sein’ Lieblingsmusi, per Saison. Sag’ beim Abschied leise Servus

Manche direkter:

Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr, die Zukunft liegt in Finsternis und macht das Herz uns schwer.

Wir war’n halt so gmüatlich beim Wein.
Die Musi hat g’spielt
s’war so fein.
Wir haben gesungen
getanzt und gelacht
ans Aufhör’n
an’s Ende hat keiner gedacht.
Doch plötzlich zu unser’m Verdruß
der Wirt sagt: Leut mach ‘ma Schluß
da hab’n wir die Gläser geleert
und froh uns den Abschied beschert

you don’t have to go home
but you can’t stay here
now you’re making me mad
you gonna make me swear
get the fuck outta here
finish up that beer

Wer hat an der Uhr gedreht” – Paulchen Panther: Ein Kinderlied, nachdem sicher niemand mehr tanzen will. Was sagt die Uhr? Zeit, zu gehen!

Es gibt so viele Abschiedslieder,
man hört im Funk sie immer wieder.
Meistens singt sie ein Tenor,
mal singt er mit, mal ohne Chor.
Ich hab ein wenig nachgedacht
und auch so’n Abschiedslied gemacht!

Lebe wohl, adieu, auf Wiedersehn,
addio, tschüß, na denn, gehabt euch wohl!
Nun hau schon ab! Viel Glück, bleib gesund,
adé, mach’s gut, bis dann, Mahlzeit, Moin!

Ich kann auch auswärts: Au revoir, bye-bye,
arrivederci, oder auch proschtschai!
Nun kommt noch: tschau und servus, na und jetz’
fehlt nur noch das Zitat vom Götz [3].

Solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht zu Ende.

Mein persönlicher Favorit

Sperrstund is von Hans Moser (gespielt z.B. im TickTack in Graz)  was dann weiter zu solchen Kunsterguss führt: I kann mein Schlüsselloch net finden von Hans Moser

Wisdom of the crowd

Es gibt da noch eins von Helge Schneider, leider hab ich den Titel nicht mehr gefunden [4]. Ebenso hab ich kein Lied zu It’s time to go home von James Brown (gefunden auf McHammer’s Blog [5]). Falls eine gute Seele diesen Blog liest und was weiss, bitte doch weitersagen? Danke!

Gute Nacht

In diesem Sinne, “Ein Rauch verweht. Ein Wasser verrinnt. Eine Zeit vergeht. Eine neue beginnt. Warum? Wozu?” (Ringelnatz).

Manuels von Flickr-User danielsilliman (flickr.com/photos/danielsilliman)

Fußnoten:

[1] Oder hier in der Schweiz, um 22:00. Letzte Runde 21:30. Quelle: www.bqm.ch

[2] Hintergrund und Ori­gi­nal­text: https://de.wikipedia.org/wiki/Auld_Lang_Syne

[3] Götz-Zitat zum selber googeln.

[4] Alleine in der Bar von Helge Schneider war es leider nicht: http://www.golyr.de/helge-schneider/songtext-allein-in-der-bar-40780.html

[5] http://mchammer.blogspot.ch/2006/12/james-brown-its-time-to-go-home.html

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