Schweden trauert

Tomas Kjellman und ein Freund bei der Bergung des Aals (via thelocal.se)

Tomas Kjellman und ein Freund bei der Bergung des Aals (via thelocal.se)

Åle 1959 (via thelocal.se)

Åle 1959 (via thelocal.se)

In den Zeiten bevor es fließendes Wasser gab, wurden oft Aale in Brunnen ausgesetzt um das Wasser frei von Käfern, Algen und anderen Kriechtieren zu halten. Da Aale auch Aas essen, sind sie extrem hilfreich für die Reinheit von Wassersystemen. Sie werden etwa sieben Jahre alt. Ein schwedischer Brunnen-Aal starb kürzlich im Alter von 155 Jahren.

Åle, wie sie den Aal tauften (ål ist schwedisch für Aal), wurde in einem kleinen Brunnen im Fischerdorf Brantevik im Südwesten von Schweden ausgesetzt. Der achtjährige Samuel Nilsson warf Åle 1859 in die finstere Tiefe. Die Lebensgeschichte von Åle ist seither gut dokumentiert. Thomas Kjellman, derzeitiger Besitzer des Hauses zu dem der Brunnen gehört, hat noch einige Kindheitserinnerungen an Åle und findet es erstaunlich, dass Åle zwei Weltkriege überlebt hatte. Seine Familie kaufte das Anwesen 1962, inklusive Aal.

Glücklicherweise hat Familie Kjellman noch eine Reserveaal in ihrem (Jung)Brunnen. Dieser ist allerdings erst 110 Jahre alt… und immer noch namenlos.

Comment this ...

(Your email address will not be published)