Selektive Wassermelonen

Nachdem wir kürzlich erfahren haben wie es möglich ist 40 verschiedene Früchte auf einem einzigen Baum wachsen zu lassen, werfen wir heute einen kleinen Blick auf die Geschichte der Wassermelone.

In einem Renaissance Gemälde des italienischen Malers Giovanni Stanchi sehen wir, wie Melonen wirklich ausgesehen haben bevor ihr Aussehen durch selektive Züchtung grundlegend verändert wurde. Stanchi zeichnete die Wassermelonen um 1645 bis 1672 und gibt uns nun die Möglichkeit zu erfahren wie die Früchte vor rund 350 Jahren aussahen.

Die markante rote Farbe die wir vom Inneren heutiger Wassermelonen kennen entwickelte sich erst über die Zeit, denn dem Fruchtfleisch fehlte vor der Domestizierung der Pflanze der hohe Anteil an Lycopin, das ihm heute das strahlende Rot verleiht.

Ursprünglich war die Wassermelone in Afrika beheimatet und breitete sich über den Mittleren Osten und Europa aus, wo sie um 1600 in Gärten und Märkten auftauchte. Die alten Wassermelonen dürften trotz ihrer blassen Farbe bereits ausgezeichnet geschmeckt haben. James Nienhui, Professor an der Universität von Wisconsin vermutet, dass der Zuckergehalt der Melonen damals schon relativ hoch war und die Früchte entweder frisch verzehrt oder zu Wein fermentiert wurden.

Der nächste Schritt an dem bereits eifrig gearbeitet wird, ist Wassermelonen ohne Kerne zu züchten. Zukünftige Generationen werden sich also Fotos von unseren Wassermelonen ansehen müssen um zu verstehen wie sie einst mit Kernen ausgesehen haben.

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