Sterbehilfe in der Achterbahn

Das Modell des Euthanasia Coaster (via Wikimedia Commons)

Das Modell des Euthanasia Coaster (via Wikimedia Commons)

Der Euthanasia Coaster ist ein Konzept für die tödlichste Achterbahn der Welt. Ganz nach dem Bauhaus-Credo form follows function wurde die Achterbahn designt um ihre Fahrgäste zu töten. Der Erschaffer Julijonas Urbonas vom Royal College of Art in London hat bereits ein maßstabsgetreues Modell gebaut und argumentiert sein Projekt damit, der Euthanasia Coaster nehme einem das Leben mit „Eleganz und Euphorie“.

Die Fahrt beginnt mit einem 2 Minuten langen Anstieg auf die 510 Meter hohe Spitze. Danach gehts steil bergab und die Bahn beschleunigt auf 360 Kilometer pro Stunde. Es geht in den ersten von sieben Loopings. Um die 24 Passagiere dauerhaft einer Belastung von tödlichen 10 G auszusetzen hat jeder Looping einen kleineren Durchmesser als der vorherige. Nach einer scharfen Rechtskurve kommt der Waagen auf einer Geraden zum Stillstand. Die Leichen werden entladen, neue Passagiere könne einsteigen und die nächste Fahrt beginnt.

Zum Tod kommt es durch eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns. Die Symptome treten in folgender Reihenfolge auf: Greyout – Tunnelblick – Blackout – Ohnmacht. Je nach körperlicher Konstitution führt bereits der erste oder spätestens der zweite Looping den Tod herbei. Die restlichen fünf Loopings gelten der Qualitätssicherung gegen eventuell überdurchschnittlich robuste Passagiere.

Obwohl es noch keine konkreten Pläne für den Bau des Euthanasia Coaster gibt, übt die Anti-Sterbehilfe Vereinigung Care Not Killing bereits heftige Kritik an Urbonas…

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