Synthetischer Alkohol #TGIF

Werbungen für einen estnischen Alkoholshop © Stefan Winter

Werbung für einen estnischen Alkoholshop © Stefan Winter

Die älteste und gefährlichste Droge muss sich jährlich für 3,3 Millionen Tode verantworten, mehr als etwa Malaria oder Aids. Oft ist zu hören, würde man Alkohol jetzt erst entdecken, würde er sofort verboten, doch durch ihre lange Kulturgeschichte bleiben Alkoholika bombenfest in unserer Gesellschaft verankert.

Dabei gäbe es Alternativen. Alkohol wirkt hauptsächlich auf die γ-Aminobuttersäure die ein wichtiger Neurotransmitter im Zentralnervensystem des Menschen ist. Das entspannt den Trinker indem der Alkohol die Funktion der γ-Aminobuttersäure nachahmt und verstärkt. Theoretisch ist es also möglich einen Alkoholersatz herzustellen der gleich wirkt wie herkömmlicher Alkohol jedoch nicht die unangenehmen Nebenwirkungen wie Aggressionen, Abhängigkeit oder Kater mit sich bringt.

Ein Team um den britischen Forscher David Nutt widmet sich nun schon seit einigen Jahren der Entwicklung eines synthetischen Alkoholersatzes. Dabei wird nicht bloß an einem „gesunden Rausch“ geforscht sondern auch an einem Gegenmittel das dem Trinker erlaubt nach einer durchzechten Nacht mit dem Auto nach Hause zu fahren. Derzeit wird der synthetische Alkohol bereits eifrig getestet und nach staatlicher Unterstützung gesucht. Der gesundheitsfreundliche, katerfreie Rausch der Zukunft ist also nicht mehr fern.

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