Tagebuch eines Irren #19

Als ich klein war, lebte ein Junge namens Pavel in unserer Nachbarschaft. Er war ein sehr zurückhaltender Charakter und hatte kaum Freunde. Vor einigen Jahren traf ich ihn, und er erzählte mir, dass er beschlossen habe zu verschwinden – er wolle sein Leben künftig in einer Kommune auf einer der Kapverdischen Inseln verbringen. Auf meine Frage nach dem Grund für diesen Entschluss kramte er ein altes Tagebuch hervor und übergab es mir mit der Aussage, ich würde alles verstehen, „wenn du DAS nur liest“. Da wir Pavel wohl nie wieder sehen werden und er sowieso meinte, ich könne mit dem Tagebuch machen, was ich wolle, wird es nun hier Stück für Stück veröffentlicht. Denn ich (alleine) verstehe nicht ganz, was ihn wohl bewegt hat.

Liebes Tagebuch,
vom Lambadatanzen hatte ich heute schon wieder genug und deshalb verschwand der gute Willen am Horizont meines Geistes. Das Nilpferd, das ich gegessen habe, rebelliert in meinem Magen; der Linksverkehr in der Magenregion ist eine völlig unbekannte Sache für Nilpferde. Das Pferd, das namentlich den Nil schon kannte, ist mir bis heute ein Rätsel. Was zum Teufel hat ein Nilpferd mit Pferden zu tun…. wilde Mähne, weiches Fell etc. …. ein genialer Vergleich für ein fettes Tier, welches rauhe Elefantenhaut besitzt und Exkremente en Masse von sich gibt. Die Sauerei, die ich gesehen habe, als ein LKW über den Kopf eines Eichhörnches gedonnert, inspiriert mich heute zu neuen, lebensfrohen Taten.

Pavels Illustration #19 Nilpferd

Pavels Illustration #19 Nilpferd

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