Tagebuch eines Irren #31

Als ich klein war, lebte ein Junge namens Pavel in unserer Nachbarschaft. Er war ein sehr zurückhaltender Charakter und hatte kaum Freunde. Vor einigen Jahren traf ich ihn, und er erzählte mir, dass er beschlossen habe zu verschwinden – er wolle sein Leben künftig in einer Kommune auf einer der Kapverdischen Inseln verbringen. Auf meine Frage nach dem Grund für diesen Entschluss kramte er ein altes Tagebuch hervor und übergab es mir mit der Aussage, ich würde alles verstehen, „wenn du DAS nur liest“. Da wir Pavel wohl nie wieder sehen werden und er sowieso meinte, ich könne mit dem Tagebuch machen, was ich wolle, wird es nun hier Stück für Stück veröffentlicht. Denn ich (alleine) verstehe nicht ganz, was ihn wohl bewegt hat.

Liebes Tagebuch,

ein Haus voller Freude fiel mir auf den Kopf, als ich versuchte es mit dem Wagenheber auf höheres Niveau zu heben. Gellende Hurenschreie verursachten Tinitus, den ich jetzt als stetes Programm in meinem Ohr trage. Zu meinem Glück sang Abakus, der Wüstensänger, ein schönes Lied und zupfte seine Laute, sodass die Huren betört vom Gesang ihm folgten und von mir abliessen. Dank dem Abakus, ich jetzt noch …

 

Pavels Illustration #31 - Abakus, der Wüstensänger

Pavels Illustration #31 – Abakus der Wüstensänger

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