Tagebuch eines Irren #35

Als ich klein war, lebte ein Junge namens Pavel in unserer Nachbarschaft. Er war ein sehr zurückhaltender Charakter und hatte kaum Freunde. Vor einigen Jahren traf ich ihn, und er erzählte mir, dass er beschlossen habe zu verschwinden – er wolle sein Leben künftig in einer Kommune auf einer der Kapverdischen Inseln verbringen. Auf meine Frage nach dem Grund für diesen Entschluss kramte er ein altes Tagebuch hervor und übergab es mir mit der Aussage, ich würde alles verstehen, „wenn du DAS nur liest“. Da wir Pavel wohl nie wieder sehen werden und er sowieso meinte, ich könne mit dem Tagebuch machen, was ich wolle, wird es nun hier Stück für Stück veröffentlicht. Denn ich (alleine) verstehe nicht ganz, was ihn wohl bewegt hat.

Liebes Tagebuch,

von oben her kam ein Kataster geflogen, setzte sich nieder auf mein’ Fuss. Ich zögerte natürlich nicht lange, ihm die Ohren langzuziehen, solls Land sich doch vermehrn. Zum Essen bringts vielen mehr. Manche haben zu viel Materiaal, doch sonst nichts.

Es brennt im Saustall des Bauern Eber grundlos, da kleine Mädchen wieder unartige Spielchen trieben,
dabei heiss waren und sich gehen liessen – wo soll dies noch hinführn – Pabst, rette unsere Selen, auf dass die Sauerei Absolution erfahre are are. Silberstreifen finden sich am Horizont, schleift am Rücken einen Affen hinterher – manch einer (der mit Material) mit Schiessgewehr, na Mahlzeit.

Pavels Illustration #35 - Kataster am Fuss

Pavels Illustration #35 – Kataster am Fuss

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