Wieso sehe ich diesen Pfau?

Zu Motiven zurückzukehren, mit deren Fotos ich viel Zeit verbracht habe, ist für mich immer ein bisschen wie alte Freunde wieder zu treffen. Ein vertrautes, bekanntes Gefühl breitet sich aus. Und das, obwohl oft alles anders ist.

2009 habe ich eine Illustration für einen kurzen Text des palästinensischen Dichters Mahmud Darwisch angefertigt. Eine Passage aus Ein Gedächtnis für das Vergessen. In dem Monolog erscheint dem Protagonisten ein Pfau mit Schnapsatem, der Messer und Pistolen unter seinem Federkleid versteckt hat, mit denen er ihn töten will.

Ich habe damals Pfaue im Garten von Schloss Eggenberg in Graz fotografiert. Für das eigentliche Fotografieren habe nicht wirklich viel Zeit gebraucht, jedoch waren die weiteren Verarbeitungsprozesse sehr Zeitintensiv. Angefangen bei Auswahl und Nachbearbeitung, bis Layouten und Buchbinden. Kurz gesagt, ich habe diese Fotos sehr oft und lange angeschaut.

Fast fünf Jahre hat es gedauert, bis es mich wieder in selbigen Garten verschlagen hat. Diesmal hat es nur für ein schnelles Handyfoto gereicht und höchstwahrscheinlich war es nichtmal der selbe Pfau… es war trotzdem schön zurück zu kehren.

Pfau 2009

Pfau 2009

Pfau 2014

Pfau 2014

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