Was wurde aus… Dem Colt für alle Fälle?

Dieser Beitrag wird uns von Markus Sammer präsentiert.
tcstangs.com

Der GMC Sierra Grande (via tcstangs.com)

Noch vor Michael Knight war Colt Seavers der erste Fernsehheld meiner Jugend. Colt war ein Stuntman, der mit seinem Cousin und seiner feschen Assistentin Verbrechen löste. So wie in den 80ern halt alles, was sich da so im Fernsehkastl tummelte (Anwälte, Yuppies, Autos, Nonnen, Schriftstellerinnen, Hausfrauen, Millionärspärchen usw.). Colt war aber cooler, denn Colt war eben keine Nonne oder Hausfrau, sondern Stuntman, und nebenbei auch noch Kopfgeldjäger. Ich war beeindruckt.

Reichlich ungelenk versuchte ich dann, die Abenteuer des Stuntman in Comicform nachzuzeichnen – ein Unterfangen, das ich mangels Zeichentalent wieder bleiben ließ, noch die erste Seite vollendet war.

Howie, Colt und Jody (via serienoldies.de)

Howie, Colt und Jody (via serienoldies.de)

Neben dem lässigen Hauptdarsteller beeindruckte mich damals vor allem auch sein Auto – wieder eine Parallele zum späteren Knight Rider. Der Colt war in einem mächtigen Pick-up unterwegs, einem GMC Sierra Grande, der im Vergleich zur Familienkutsche wirkte wie ein Monster Truck. Und weil der Mann von Brotberuf Stuntman war, konnte er mit dem Wagen natürlich auch ziemlich coole Sachen machen. Etwas größere Kinder waren dagegen wohl mehr von der meist knapp bekleideten Assistentin beeindruckt.

Die Serie hat gefühlt nie ganz den Kultfaktor eines Knight Rider erreicht und wurde auch viel seltener wiederholt. Ich habe sie eigentlich auch seit der Erstausstrahlung nicht mehr gesehen. Immerhin fand sie aber ihren Weg in das deutsche Computerspiel „MAD TV“, wo sie so zusammengefasst wurde: „Mit Colt, Busen und Cousin“.

Doch was wurde eigentlich aus den Dreien?

Lee Majors (Colt): Singt zwar im Intro, dass er ein „unknown stuntman“ sei, doch von „unbekannt“ kann bei Mr. Majors keine Rede sein. War bereits vor seiner Rolle als Colt ein gefragter Schauspieler, der unter anderem den „6 Millionen Dollar Mann“ verkörperte. Er ist auch heute noch gut im Geschäft, meist mit Gastauftritten in Fernsehserien wie Cold Case oder Grey’s Anatomy. Erwähnenswert noch, dass er mit dem Titellied der Serie einen Nummer-1-Hit in Deutschland gelandet hat. Sein Kommentar dazu: „Ich weiß nicht warum, aber jeder hat einen Hit in Deutschland. David Hasselhoff hatte einen Hit in Deutschland, eine Nummer Eins. Ich hatte eine Nummer Eins in Deutschland. Ich schätze, die verstehen dort drüben einfach nicht viel von Musik.“

Heather Thomas (Busen): Jody Banks in „Ein Colt für alle Fälle“ war ihre bekannteste Rolle. Seit 1998 eigentlich nicht mehr aktiv, ist erst heuer wieder mal vor der Kamera gestanden. Wurde während der „Colt“-Zeit drogenabhängig und war Ende der 80er mit dem österreichischen Schmusesänger Christian Anders („Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“) zusammen. Mittlerweile von Drogen und Schmusesängern geheilt und als Drehbuchschreiberin bzw. Autorin aktiv.

Douglas Barr (Cousin): Als Howie Munson war er für den Comic Relief in der Serie zuständig. Hat dann ähnlich wie Kollegin Thomas nur mehr wenige Rollen gespielt und die Schauspielerei 1994 an den Nagel gehängt. Seitdem widmet er sich einer wesentlich sinnvolleren Beschäftigung: Mr. Barr ist heute Winzer.

Übrigens: Alle drei Hauptdarsteller waren auch mal auf dem „Love Boat“ unterwegs – allerdings nicht gemeinsam.

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