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Unbegrenzter Alkohol für Winston Churchill

Als sich Winston Churchill 1931 auf einer Vortragsreise durch die Vereinigten Staaten befand, hatte er für einen kurzen Augenblick vergessen, dass die Fahrzeuge auf dieser Seite des Großen Teiches auf der rechten Spur unterwegs sind.

In Eile, da er für eine Verabredung zum Abendessen mit dem Finanzier Bernard Baruch spät dran war, sprang er inmitten einer mehrspurigen Straße aus dem Taxi und hätte erst nach links schauen sollen, und nicht wie er es aus England gewohnt war zuerst nach rechts. Ein mit etwa 55 Stundenkilometern herannahender Wagen hatte ihn daraufhin erfasst und beinahe „wie eine Stachelbeere zerquetscht“.

Im Lenox Hill Hospital wurden schließlich eine Platzwunde am Kopf, eine gebrochene Nase, eine gebrochene Rippe sowie ein starker Schockzustand diagnostiziert. Ein zweiwöchiger Aufenthalt im Krankenhaus sowie 4 Wochen Rehabilitation auf den Bahamas rissen ein tiefes Loch in Churchills Reisekassa, woraufhin er sich entschloss seine Vortragsreihe, verkürzt auf 14 Termine, fortzusetzen.

Dem immer noch schwer angeschlagenen Churchill eilte ein Arzt namens Otto Pickhardt zu Hilfe. Dieser stellte ein Zertifikat aus, in dem er dem Staatsmann uneingeschränkten Alkoholkonsum verordnete. In Zeiten der Alkoholprohibition, die in den Vereinigten Staaten von 1920 bis 1933 in Kraft war, dürfte dieses kleine Stück Papier Gold wert gewesen sein.

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via openculture.com
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