Hör auf deinen Körper

Durch die Wälder, durch die Auen // Zog ich leichten Sinns dahin.
–Johann Friedrich Kind, Der Freischütz

Die fünf Sinne, Gemälde von Hans Makart aus den Jahren 1872–1879: Tastsinn, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken. (Wikimedia Commons)

Die fünf Sinne, Gemälde von Hans Makart aus den Jahren 1872–1879: Tastsinn, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken. (Wikimedia Commons)

In der Schule lernte ich noch, dass der Mensch mit läppischen fünf Sinnen ausgestattet ist. Diese Beschreibung der menschlichen Sinneswahrnehmung geht auf Aristoteles zurück:

  • Sehen
  • Hören
  • Riechen
  • Schmecken
  • Tasten

Trift nimmt seinen Bildungsauftrag wahr und deshalb korrigiere ich: Abhängig von Kategorisierung besitzt der Mensch bis zu 20 Sinne:

  • Balance
  • Beschleunigung
  • Schmerz
  • Propriozeption (Körperbewegung und -lage im Raum, Stellung einzelner Körperteile)
  • relative Temperatur
  • Zeit
  • Jucken
  • Druck
  • Hunger
  • Durst
  • Sättigung
  • Harndrang
  • Stuhldrang
  • Blutdruck
  • Kohlenstoffdioxidgehalt im Blut

Sprachlicher Diskurs

Um das Gefühl des nicht durstig seins zu beschreiben wurde 1999 in einem Wettbewerb der Dudenredaktion und dem Getränkeherstellter Lipton das Kunstwort Sitt ausgesucht, um die Lücke in der deutschen Sprache zu füllen. Allerdings gibt es bis heute kaum Undurstige die sich als sitt (in Anlehnung an Satt) bezeichnen.

2 thoughts on “Hör auf deinen Körper

  1. Schon lustig: Für den Zustand, genug getrunken zu haben, muss man erst mühsam einen Begriff suchen, den dann erst niemand kennt oder verwendet. Für den Zustand, zu viel getrunken zu haben, gibt es dagegen (nicht nur bei uns) gefühlte Hundertschaften verschiedener Ausdrücke, die allgemein bekannt sind auch regelmäßig zum Einsatz kommen.

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