Ich werde schaden

Placebo domino in regione vivorum – Ich werde dem Herrn gefallen im Lande der Lebenden. Aus Très Riches Heures (Wikimedia Commons)

Placebo domino in regione vivorum – Ich werde dem Herrn gefallen im Lande der Lebenden. Aus Très Riches Heures (Wikimedia Commons)

Analog zum viel bekannteren Placebo-Effekt gibt es noch den Nocebo-Effekt. Dieser beschränkt sich auf die scheinbar negative Wirkung eines Medikaments. Beziehungsweise bezeichnet er eine Reaktion auf ein medizinisches Präparat ohne spezielle Wirkung.

Die Wortherkunft erklärt es fast am besten: placebo ist lateinisch für ‚ich werde gefallen‘ und nocebo lateinisch für ‚ich werde schaden‘.

Die Symptome sind meist subjektiv wie beispielsweise Übelkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Benommenheit. Jedoch sind auch objektive Symptome wie Hautausschlag, erhöhter Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz diagnostizierbar. Der Nocebo-Effekt zeigt sich am deutlichsten in einer krankmachenden Angst vor eingebildeten Gefahren.

Franklin D. Roosevelt hatte also recht als er in seiner Antrittsrede am 4. März 1933 sagte: “Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst.”

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