Barfuß in der Hauptstadt der Hundehaufen

Liebe ist nicht immer nur rosarot und romantisch mit Schmetterlingen im Bauch, sondern mitunter auch laut, schmutzig und schockierend. Vielleicht gilt auch deshalb gerade Paris als die Stadt der großen Gefühle, weil sie diese Ambivalenzen – die keine sind – ebenfalls aufweist.

Nun wurde es einigen japanischen Reiseagenturen doch zu europäisch und sie veranlassten eine Reinigungsaktion um die Straßen und Parks rund um den Eifelturm von gröbstem Unrat zu befreien. Letztes Jahr besuchten immerhin rund 600.000 Japaner die Stadt und die Reiseveranstalter versuchen diese Zahl trotz Terroranschlägen zumindest konstant zu halten, wenn nicht noch zu steigern.

Dabei ist Paris schon vor einigen Jahren richtig sauber geworden. 2001 galt sie noch als Hauptstadt der Hundehaufen, 2012 verlor sie die olympischen Spiele, angeblich aufgrund ihrer dreckigen Straßen. Daraufhin wurde vom Stadtamt eine massive Reinigungskampagne ins Leben gerufen und die Stadt auf Vordermann gebracht.

Das Problem das viele der japanischen Touristen zu haben scheinen, ist mittlerweile schon als Paris-Syndrom bekannt: Die Erwartungshaltung ist enorm hoch, denn die Touristen erwarten sich eine malerische Stadt mit romantischen Menschen und treffen dann aber auf eine dreckige Stadt mit unhöflichen Bewohnern. Ja, Paris gilt offenbar auch als unfreundlichste Stadt Europas. Aus diesem Grund sollen schon so einige Besucher einen Nervenzusammenbruch erlitten haben, weshalb die japanische Botschaft in Paris eine 24-Stunden Hotline für jene eingerichtet hat, die dem Kulturschock nicht standhalten.

Barfuß in Paris – 2003 noch ein Abenteuer.

Barfuß in Paris – 2003 noch ein Abenteuer.

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