Die Datenwächter Rainer und Maria

Der geneigte Leser wird (vielleicht) erlöst. Wie an dieser Stelle vergangene Woche erörtert, war das Österreichische Telefonbuch in der Vergangenheit beseelt von allerlei Fantasienamen- und Nummern.

Der Grund ist ein denkbar einfacher. Der Herausgeber des Telefonbuchs (das um die Jahrtausendwende auch schon in CD-Form erschien) wollte mit den „eingeschleusten Namen“ verhindern, dass unlautere Vermarktungspraktiken betrieben wurden. Der heute im E-Mail-Postfach als Viagrapille, Lottogewinn oder ähnlich verkleidet erscheinende Spam war auch in Festnetzzeiten ein bekanntes Phänomen. Mit den falschen Namen konnte man Übeltäter (im Nachhinein) überführen. Das war zumindest der Gedanke. Denn die Nutzung der Telefonbuch-CD für Marketing war STRENGSTENS VERBOTEN.

Mittlerweile sind die Namen aus der Onlinesuche verschwunden (ja, auch da waren sie zu finden). Ob sie sich unter neuer Identiät eingeschlichen haben, werden wohl nur findige Telefonbuchdetektive mit viel Freizeit und Spürsinn zweifelsfrei beantworten können.

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