Such Is Life #2 | Ihr habt mich gekocht

20140120_diary034_Janosik_2Er wird beschrieben als hochgewachsener, gutgebauter Schafhirte, der mehr mit dem Herzen als mit dem Kopf denkt. Juraj Jánošík, der Robin Hood der Slowakei, wurde am 25. Jänner 1688 Terchová geboren. Erst kämpfte er bei den Kuruzen, dann bei der Landesarmee, und schließlich wurde er im Alter von 23 Jahren zum Oberhaupt einer Waldräubergruppe im Nordwesten des ungarischen Königreiches. Unter Jánošík’s Führung wird der Räubergruppe ein geradezu ritterliches Vorgehen nachgesagt. So wurde niemand der zum Großteil aus reichen Händlern bestehenden Opfer verletzt oder getötet. Der Legende nach wurde auch die Beute zumeist mit den Armen aus der Umgebung geteilt.

Im Frühling 1713 wurde Jánošík in Klenovec gefasst. Einer Legende nach im Pub seines früheren Komplizen Tomáš Uhorčík, der unter dem falschen Namen Martin Mravec in Klenovec lebte. Eine trügerische alte Frau soll ihm Bohnen vor die Füße geworfen haben, auf welchen er ausrutschte und zu Fall kam.

Am 17. März 1713 wurde Jánošík zum Tode durch den Haken verurteilt. Die Hinrichtung fand vermutlich unmittelbar nach dem Prozess statt. Es wurde ein großer Haken durch die linke Seite Jánošík’s getrieben und am Galgen hängend befestigt. Diese brutale Art der Hinrichtung war für die Anführer von kriminellen Banden reserviert. Jánošík’s letzte Worte sollten sein: „Ihr habt mich gekocht, jetzt müsst ihr mich auch essen!”

Was bisher geschah: Such Is Life #1

 

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