Tagebuch eines Irren #12

Als ich klein war, lebte ein Junge namens Pavel in unserer Nachbarschaft. Er war ein sehr zurückhaltender Charakter und hatte kaum Freunde. Vor einigen Jahren traf ich ihn, und er erzählte mir, dass er beschlossen habe zu verschwinden – er wolle sein Leben künftig in einer Kommune auf einer der Kapverdischen Inseln verbringen. Auf meine Frage nach dem Grund für diesen Entschluss kramte er ein altes Tagebuch hervor und übergab es mir mit der Aussage, ich würde alles verstehen, „wenn du DAS nur liest“. Da wir Pavel wohl nie wieder sehen werden und er sowieso meinte, ich könne mit dem Tagebuch machen, was ich wolle, wird es nun hier Stück für Stück veröffentlicht. Denn ich (alleine) verstehe nicht ganz, was ihn wohl bewegt hat.

lieber tagebauch,

ritter zu sein ist nicht meine bestimmung stellte ich heute verblüfft fest – oder hat man ritter hinter
gitter einmal gesehen, nicht würdig bin ich einzugehen unter ein dach, doch sprich nur ein wort und betreibe sport… ein bibelzitat..oder doch auch nicht – es ist des menschen gicht, zu heizen mit dem holz, welches er hat geschlicht’. doch genug dieses poems… ich bin wieder einmal orientierungslos; tauben, die von häusern exkrementieren, stellen eine gefahr für die menschheit dar – ich verfolge zur zeit den gedanken von scheisse, von einer taube in 2500 metern abgeworfen, die mit 70 m/s auf einem menschlichen schädel detoniert…(verdammt physikalisch unmöglich…) kann das sein? schon mutter theresa warnte zu lebzeiten vor teuflischen vögeln, und es war nicht etwa ein strauss, sondern die tauben sind es, die uns der antichrist geschickt hat… antichrist? BLÖDSINN! ein antichrist ohne christ Faschist mist…. Idiolatrist! massen erblassen in den gassen, denn sie können es nicht fassen, dass ER sie könnt’ alleine lassen.

Pavels Illustration #12

Pavels Illustration #12

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