Fäden im Gesicht

und langsam spürst du, wie dir die fäden aus den händen gleiten. einer nach dem anderen rutscht durch deine finger und schwebt durch den raum, nicht mehr zu fassen und nur noch perspektivisch aufblitzend. das gewirr um dich herum wird immer mächtiger, rauschender und auch verwirrender; schließlich beängstigender. zugleich aber scheint es weich und einladend, beinahe lockend. fast so wie dein bett nach einem langen harten tag, wie deine matratze nach der reise, von der du heimkommst … du schaust dich um

das gewirr jedoch, das sich nun über und rund um dich spannt, gleicht immer mehr einem teppich, der schon so tief ist, dass du völlig darin versinken kannst. und während du noch in diesem gedanken drinnen bleibst, stürzt du auch schon kopfüber mitten rein in die fasern und fäden. wühlst zuerst nur mit den händen darin, aber es dauert nicht lange und schon bald vergräbst du dein gesicht und tauchst ab … irgendwann, stehst du auf

Fäden im Gesicht(bergschaf, https://www.facebook.com/bergschaf.rocks/)

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Dieser Beitrag erscheint hier in Kooperation mit timeOut

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