Wovon träumt Philip K. Dicks Android?

Philip K. Dick (Wikimedia Commons / Pete Welsch)

Philip K. Dick (Wikimedia Commons / Pete Welsch)

Philip K. Dick war und ist einer der prägensten Autoren moderner Science-Fiction-Literatur. Er war fünf Mal verheiratet, paranoid, drogenaffin und als Schreiberling äußerst produktiv (per Aufputschmittel bis zu 60 Seiten am Tag). Seinen internationalen Durchbruch konnte er nicht mehr erleben – dafür “lebt” nun ein humanoider Roboter, der sein Wissen aus den Romanen und Zitaten Philip K. Dicks bezieht.

Dick starb im Jahr 1982, dem gleichen Jahr, in dem Blade Runner in den Kinos anlief. Der Film war eine Adaption des Romans Do Androids Dream of Electric Sheep?, der von Dick bereits 1968 geschrieben worden war. Verpackt in einen düsteren Thriller stellt das Werk die Frage, was den Menschen von (humanoiden) Maschinen unterscheidet.

Dies brachte im Jahr 2005 ein Forscherteam auf die Idee, einen Androiden nach Philip K. Dicks Vorbild zu bauen. Der autonome Roboter, der mit optischer und akustischer Sensorik ausgestattet ist, greift zur Interaktion auf Datenbanken zurück, die mit Informationen über Werk und Leben des menschlichen Originals gefüllt wurde.

So skurril die Sache auch anmutet, und so faszinierend dieser Roboter auch sein mag, bleibt doch die Frage offen, ob der “wiederbelebte” Philip nun wohl von elektrischen Schafen träumt.

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