Das Horrorhaus ist echt

Henry Howard Holmes gilt als einer der grausamsten und „erfolgreichsten“ Mörder der US-Justizgeschichte, die Zahl seiner Opfer wird zwischen einigen Dutzend und über 200 geschätzt. Der 1860 geborene Holmes studierte in Michigan Medizin und ließ sich schließlich in Chicago als Arzt und Apotheker nieder. Seine dritte Ehe ging er mit der Witwe eines Drogeristen ein,…

Ein Pudel namens Boye

Wer Pudelhunde von heute kennt, mag der Meinung sein, dass Pudel lediglich brave, überzüchtete Schoßhündchen sind. Etwas anderes erzählt die Geschichte von Boye, dem Pudel von Prinz Ruprecht von der Pfalz, Duke of Cumberland, im 17. Jahrhundert. Denn Boye war auf den Schlachtfeldern seiner Zeit ein gefürchteter Gegner. Als Prinz Ruprecht während des 30-jährigen Kriegs…

Blumen brennen nicht

Wie erklärt man dem dreijährigen Neffen, warum sich frisch gepflückte Wiesenblumen nicht besonders gut zum Feuerheizen eignen und sie sich nicht sonderlich darüber “freuen” im Feuer zu landen? Man zeigt es ihm. Die invertierte Animation habe ich ihm einstweilen vorenthalten. Man will ja nicht zu viel Verwirrung stiften.

In Effigie: Tod dem Bildnis

Wer dachte, Voodoo-Puppen wären nur etwas für magische Gesellschaften, kann heute auf Trift lernen, dass es auch in der Entstehung des heutigen, modernen Rechtsstaats ähnliche Bestrafungsmethoden gab. So geschah es, dass Personen, die wegen ihrer Vergehen zum Tode verurteilt waren, jedoch nicht erwischt werden konnten, in effigie hingerichtet wurden. In effigie ist ein lateinischer Ausdruck,…

Der letzte Atemzug

Am 11. Februar wäre Thomas Alva Edison 169 Jahre alt geworden. Seine Erfindungen in den Bereichen elektrisches Licht, Telekommunikation sowie Medien für Ton und Bild haben unsere technische und kulturelle Entwicklung enorm beeinflusst. Als Edison am 18. Oktober 1931 verstarb, wollte der Präsident der USA Herbert Hoover die Kraftwerke des Landes zu Ehren von Edison für kurze Zeit abschalten lassen, das war jedoch 1931 schon nicht mehr möglich…

Tote Echse (Drache) am Straßenrand Indien

Tote Tiere

Es ist eine philosophische Binsenweisheit, dass die persönliche Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit ein mächtiges Werkzeug zur Bestimmung von Sinn und Unsinn im Leben bietet. Ein Bewusstsein über das zeitliche Limit körperlichen Daseins lädt dazu ein, sich Klarheit über die Prioritäten des Alltags zu verschaffen. Seit knapp 15 Jahren fotografiere ich tote Tiere. Warum dieses…

Tödliche Selbstinszenierung

Es ist wichtig jemand zu sein. Doch wie wird man jemand? Folgt man dem 1990 verstorbenen Humanwissenschaftler Norbert Elias, streben Menschen fast immer nach Prestige, sobald ihre Grundbedürfnisse gedeckt sind. Ist also das biologische Überleben gesichert, beginnt der Kampf ums soziale Überleben. Je nach Zeit, Kultur und Umfeld gab es immer schon verschiedenste Mittel, um…

Todesursache: Hip Hop

Laut österreichischem Zivilschutzverband kommen jährlich etwa 50 bis 100 Menschen bei Bränden ums Leben. Bei geschätzten 25.000 Bränden pro Jahr mag sich das nach einer guten Statistik anhören, wobei man berücksichtigen muss, dass etwa die Hälfte der Unglücke nur Kleinschäden sind deren Schadensumme weniger als 73 Euro beträgt. Musiker sind im Vergleich zu Pyromanen sehr vielfältigen…

„Der Tod ist nicht grausam, nur schrecklich gut in seinem Job“

Für Fans der Scheibenwelt-Romane sind Auftritte des sympathischen Sensenmannes für gewöhnlich ein großes Highlight. Bücher wie „Reaper Man“ (dt. Alles Sense) oder „Hogfather“ (dt. Schweinsgalopp), in denen der Tod in den Ruhestand geschickt wird bzw. in die Rolle des Weihnachtsmannes schlüpfen muss, sind schlichtweg zum Totlachen. Doch als am 12. März diesen Jahres der stets…

Friedhof an der Wien

Bei der Regulierung des Wienflusses wurden zum Teil alte Grabsteine als Material verbaut. Grund dafür war vermutlich Baustoffmangel. Es sollte zwar darauf geachtet werden, dass die Inschriften nicht zu erkennen sind, einige wenige sind jedoch noch heute deutlich zu entziffern. Diese Grabsteine wird es wohl nicht mehr lange geben, da sie entweder aus dem Bett…

Goodbye John!

Vor 34 Jahren, am 8. Dezember 1980, wurde John Lennon in New York erschossen. Der geistig verwirrte Attentäter Mark David Chapman ließ sich noch wenige Stunden zuvor eine Schallplatte von Lennon signieren und sich gemeinsam mit ihm fotografieren. Chapman ist dadurch auf dem letzten Foto abgebildet, das Lennon lebend zeigt. Das Attentat löste eine Welle…

Sterbehilfe in der Achterbahn

Der Euthanasia Coaster ist ein Konzept für die tödlichste Achterbahn der Welt. Ganz nach dem Bauhaus-Credo form follows function wurde die Achterbahn designt um ihre Fahrgäste zu töten. Der Erschaffer Julijonas Urbonas vom Royal College of Art in London hat bereits ein maßstabsgetreues Modell gebaut und argumentiert sein Projekt damit, der Euthanasia Coaster nehme einem…